Jagd ist ein uraltes Handwerk und aufgrund teilweiser hoher Wilddichten in unserer stark menschlich überprägten Kulturlandschaft notwendig. Ein Aspekt, der jedoch oft übersehen wird, ist der Umgang mit einem Nebenprodukt der Jagd: dem Fell. Trotz der Tatsache, dass Felle hochwertiges und langlebiges Leder ergeben könnten, werden sie in vielen Fällen einfach entsorgt. Dies ist nicht nur eine Verschwendung von wertvollen Ressourcen, sondern auch ineffizient. Eine nachhaltige Strategie, die die Jagd und die Nutzung von Fellen in die Jagbewirtschaftung integriert, könnte nicht nur zur Reduzierung des Imports von fragwürdig hergestelltem Leder und von Abfall beitragen, sondern auch wirtschaftliche Vorteile bringen.
Warum wird überhaupt gejagt?
Die Interaktion zwischen Wildtieren und dem Waldökosystem in Deutschland ist komplex und hat weitreichende Auswirkungen. Wildtiere, insbesondere Rehe und Hirsche, fressen häufig die Knospen junger Bäume. Bei zu hohen Wilddichten hat dies zur Folge, dass die jungen Bäume (vorwiegend Laubbäume) nicht mehr nachwachsen können, was die Regeneration des Waldes erheblich hemmt.
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Forst Brandenburg
Unter anderem durch unsere industriell geprägte Landwirtschaft und dem Anbau von großflächigen Mais- oder Rapskulturen und milde Winter sind die Wildbestände teilweise stark angewachsen. So hat sich die Jagdstrecke beim Rehwild in den vergangenen 15 Jahren um ein Drittel erhöht.
Weiterführende Links: Jahresjagdstrecke Rehwild und Streckenlisten der deutschen Jagd



